Wieder stehe ich beim der Mittelstation vom Stockhorn, dieses Mal aber in Begleitung meiner Mutter um ihr das Schneeschuhlaufen näher zu bringen. Der See ist immer noch gefroren und zahlreiche Fischer befinden sich wieder mitten im Eis um die fürs Eisfischen gebohrten Löcher. Die Eisbahn ist auch in Betrieb trotz der Tatsache das Mittwoch ist. Einige Schneeschuhläufer hatten die gleiche Idee und starten in der gleichen Gondel. Ich bin wieder mit den Ski unterwegs und freue mich auf die bevorstehende Tour. Die ersten Meter über dem Eis sind wieder sehr kalt doch schon bald bringt uns der Aufstieg die nötige Wärme, sodass nach 20 Minuten die Hardshell weichen muss. Die Midlayerschicht aus Polartec und Powerstretch Einsätzen ist äusserst warm und die Patagonia Micropuff Veste schenkt gerade genug wärme um den Rumpf warm zu halten ohne dass man ins schwitzen kommt. Da der Aufstieg bis zum Punkt 1892m länger dauerte als geplant entschlossen wir uns nicht die letzten Höhenmeter zum Gipfel zu nehmen, sondern fuhren direkt Richtung Vorderstockenalp fort. Die kurze Abfahrt in den Sattel in angenehm griffiger Powder geniesse ich in vollen Zügen, bevor wir uns an der Sonne eine Pause gönnen an der warmen Hauswand. Die Aussicht ins Diemtigtal ist wunderschön und ich denke hier wäre ein guter Platz um ein Winterbiwak nächste Saison durchzuführen. Zum zweiten Mal nutze ich die Pomoca Felle und bin einfach begeistert, wie einfacher es ist Felle aneinander zu kleben, als auf einem Netz aufzukleben und das schon bei Windstille. Sie gleiten angenehm und es bilden sich praktisch keine Stollen. Selbst im nassen Schnee. Eigentlich wollte ich den Aufstieg zu Pfaffli noch in Angriff nehmen doch die Zeit drängt. Da ich nicht weiss wie schnell wir zurück bei der Mittelstation Chrindi sein werden beschliesse ich bald aufzubrechen.
Statt auf dem gleichen weg hinunter zu steigen, wähle ich den Weg Richtung Flüebode. Im Abstieg ist der Schnee schon Salzig, da die Sonne schon den ganzen Tag Zeit hatte den Schnee aufzuweichen. Sobald wieder durch Schatten gefahren wird ist der Schnee der reinste Pulverschnee. Meine Mutter wählt den Wanderweg bis auf Punkt 1730m, wo wir zurück zum Sattel auf der Aufstiegsroute bei Punkt 1762m nach einem kurzen Schneelosen Teil im Aufstieg ankommen. Meine Mutter ist glücklich dass die Querung geklappt hat, da das laufen mit Schneeschuhen bzw. queren doch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Hier trennen sich unsere Wege für die letzten Höhenmeter. Der Abstieg über die Schneeschuhroute ist absolut gefahrenfrei, doch mit den Ski wähle ich den selben weg wie letztes Mal (ohne mich dieses Mal zu verfahren). Zurück auf dem See treffe ich dort wider auf meine Mutter, welche auch dank dem gutem Halt der die MSR Revo Ascent Schneeschuhen bieten problemlos gemeistert hat. Ich hoffe es werden noch weitere Touren mit ihr diesen Winter geben, da sie sonst auch viel und gerne in den Bergen unterwegs war und ist. Fazit eine kurze aber sehr schöne Tour welche sich für alle Altersklassen sowie Erfahrungsstufen eignet. So soll es sein!
Art der Tour: Skitour
Daten: 7.18km, 665m Aufstieg
Kondition: leicht
Technisch: L (SAC-Skala)
geeignet für: alle mit guter Kondition, eine super Einsteigertour
Hunde: Hundetauglich für sportliche Vierbeiner.